Der Wolf gehört nicht ins Jagdrecht!
Argumente und Hintergründe
In den nachfolgenden Punkten wird dargestellt, warum es nicht sinnvoll ist den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Mehr →
Trinkender Wolf - Foto: Christoph Bosch
25. September 2025 - Nach aktuellen Meldungen zu Nahbegegnungen mit Wölfen im Bereich Frauenwald und Neuhaus im Thüringer Wald fordert der NABU Thüringen einen sachlichen und differenzierten Umgang mit der Situation. Als befremdlich befindet der Verband die Forderung des Landesjagdverbandes Thüringen, den Wolf bejagen zu wollen und ins Jagdrecht aufzunehmen. „Aus dem Rudel, das dort in der Gegend unterwegs ist, wurde jüngst sehr wahrscheinlich der Leitwolf illegal aus dem Rudel geschossen. Da ist es jetzt nicht auszuschließen, dass sich das Wolfsrudel dort nun in einer Ausnahmesituation befindet und entsprechend angespannt reagiert. Wölfe sind hochsoziale Tiere. Wolfsrudel funktionieren im Familienverband. Fällt zum Beispiel ein führendes Tier, wie der Leitwolf aus, kann die Existenz des ganzen Rudels, insbesondere der abhängigen Jungtiere, in Gefahr sein. Die Tiere gehen dann auch Risiken ein, um zu überleben. Sie werden sichtbarer, können sich Siedlungen oder Menschen häufiger nähern oder greifen sogar gut geschützte Weidetiere an. Deshalb ist auch die Jagd auf Wölfe so gefährlich für Mensch und Weidetiere“, erklärt Silvester Tamás vom NABU Thüringen. „Was es derzeit braucht, ist vor allem ein sachlicher Umgang und eine genaue Untersuchung der Vorfälle.“
Das Kompetenzzentrum Wolf/Biber/Luchs beim Thüringer Umweltministerium ist bereits dabei, die Sachlage zu klären und entsprechende Maßnahmen vorzunehmen. „Wichtig ist es jetzt, die Arbeitsgruppe Wolf beim Thüringer Umweltministerium mit einzubinden. Diese Gruppe wurde insbesondere für solche Vorfälle gegründet und besteht aus Vertretern verschiedenster Akteure, vornehmlich aus dem Landnutzungs- und Naturschutzbereich.“
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Der faszinierende Beutegreifer ist zurück in Thüringen. Der NABU setzt sich daher verstärkt für die Akzeptanz des Wolfes im Freistaat ein. Es werden Wolfsbotschafter gesucht, Infomaterialien zum Thema verteilt und ein Aktionsplan wurde erstellt. Mehr →
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