Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie es uns, uns in Thüringen für den Arten- und Naturschutz einzusetzen und neue Projekte zum Schutz und zum Erhalt der Natur durchzuführen.
Jetzt für den Natur- und Artenschutz in Thüringen spenden!Thüringer Jagdgesetz
Aktuelles
Der NABU spricht sich gegen die geplante Aufnahme von Graugans, Wolf und Goldschakal in die Jagdzeitenverordnung in Thüringen aus. Der günstige Erhaltungszustand dieser Tiere kann damit stark gefährdet werden und die Probleme für Landnutzer können zunehmen. Mehr →
Der NABU Thüringen kritisiert den Aktionismus der Landesregierung bei der Aufnahme des Wolfs ins Jagdgesetz. Mehr →
Verbände lehnen die geplante Änderung der Thüringer Kormoranverordnung ab. Weder die angenommenen Ertragseinbußen der Fischereiwirtschaft noch der angeblich negative Einfluss auf die Fischbestände halten einer Prüfung stand und rechtfertigen keineswegs den Abschuss von Kormoranen. Anstatt einer Novellierung der Kormoranverordnung fordern die Verbände deren Abschaffung. Mehr →
In einer Stellungnahme kritisiert der NABU die bevorstehende Änderung der Thüringer Jagdgesetz Ausführungsverordnung. In dem vorgelegten Entwurf, werden in der Streckenliste geschützte Tierarten aufgeführt. Mehr →
Thüringen gelingt guter Gesetzwurf beim Jagdgesetz. Geschützte Tierarten müssen allerdings noch aus dem Jagdrecht gestrichen werden. Mehr →
In Thüringen steht das Mauswiesel auf der Roten Liste und gilt als gefährdet. Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum das flinke Raubtier im Jagdgesetz stehen muss. Mehr →
Für die Rechte unserer Natur
Derzeit dreht die Politik das Rad im Naturschutz zurück. Deshalb ist abzusehen, dass der NABU Thüringen in Zukunft verstärkt gegen Natureingriffe und behördliche Entscheidungen vorgehen muss, um die Natur zu verteidigen. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns unter anderem dabei, die Rechte von Tieren, Pflanzen, Bächen, Flüssen und Wäldern zu wahren.
Jetzt online spenden!Jagd muss ökologischer werden
NABU Thüringen fordert stärkere Naturschutzaspekte bei der Jagd
11. November 2015 - Am heutigen Mittwoch beginnt der offene Diskussionsprozess über das Thüringer Jagdgesetz. Zum Auftakt treffen sich dazu verschiedenste Interessengruppen unter anderem aus den Bereichen Jagd, Naturschutz und Landnutzung in Erfurt im Thüringer Landtag. „Jagd muss in Zukunft stärker im Einklang mit dem Natur-, Arten- und Tierschutz stattfinden. Eine Jagd aus Traditionen heraus oder als Sport betrieben, ist nicht mehr zeitgemäß“, fordert Mike Jessat, der Landesvorsitzende des NABU Thüringen.
In der Liste der jagdbaren Tierarten sollten nur solche Arten aufgeführt sein, welche weder in ihren Beständen gefährdet sind, durch die Jagd auch nachweislich nicht gefährdet werden, nicht durch die nationale und europäische Naturschutzgesetzgebung geschützt sind und nicht auf den Roten Listen stehen. „Außerdem dürfen es nur Arten sein, die nach dem Erlegen auch sinnvoll genutzt werden, hauptsächlich zur Fleischverwertung. Ohne vernünftigen Grund dürfen keine Tiere bejagt und getötet werden. Ein vernünftiger Grund sollte, abgesehen von der Wildbretnutzung, wirklich wissenschaftlich begründbar sein“, so Jessat. Auch kann die Jagd dazu dienen, Verbissschäden im Wald zu vermindern und damit die Naturverjüngung von Bäumen zu fördern.
Der NABU Thüringen verspricht sich vom offenen Diskussionsprozess die Chance für eine Neuausrichtung der Jagd in Thüringen. Wie im Koalitionsvertrag festgelegt, soll sich die Jagd in Thüringen an ökologischen und wildbiologischen Grundsätzen orientieren und den neuesten Erkenntnissen der Jagdpraxis, Werten des Tierschutzes und Erfordernissen der Lebensmittelhygiene Rechnung tragen. „Ein wichtiger Schritt des offenen Diskussionsprozesses muss es sein, die Jagd ökologisch und modern auszurichten“, sagt Mike Jessat. Auch eine deutliche Mehrheit der Deutschen will mehr Naturschutz im Jagdrecht. Dies zeigt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage beim Meinungsforschungsinstitut forsa, die der NABU-Bundesverband im März diesen Jahres in Auftrag gegeben hatte. Die klare Mehrheit (84 Prozent) der 1.000 Befragten hält es für sehr wichtig oder wichtig, dass die Aspekte des Natur- und Tierschutzes durch die Jagdgesetze gestärkt werden.
